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Joachim Eilers

Joachim Eilers, geb.: 02.04.1990 Sportart: Bahnradsport/Sprinter Lebensmotto:
„Ride green!“
Erfolge
  • Dreifacher Europameister
  • Zweifacher Deutscher Meister
  • Doppelweltmeister 1000 m Zeitfahren und Keirin (= Disziplin im Bahnradsport; Kampfsprint) in London, 2016
  • WM Bronzemedaille im Teamsprint, 2016
  • 4. Platz im Keirin, 2016
  • 2 x 5. Platz im Sprint und Teamsprint Olympische Spiele in Rio, 2016
  • 9 Weltcupsiege, 2016 Weltcupgesamtsieger im Keirin

Wie bist zum Radsport/ Bahnradsport gekommen?
Beim Besuch meines älteren Cousins Florian in Massing (Bayern) habe ich seine Pokalsammlung im Radsport in seinem Regal entdeckt. Da kam mir der Gedanke, „das will ich auch!“ Es hatte nicht lange gedauert. Zu Weihnachten habe ich mein erstes Rennrad geschenkt bekommen und habe mit 8 Jahren meine ersten Kilometer absolviert.Mein jetziger Trainier Ralph Müller entdeckte meine Sprintschnelligkeit bei einem Sichtungsrennen in Stuttgart im Jahre 2004. Ich habe die Chance genutzt und bin im kommenden Jahr nach Chemnitz gewechselt. Dort wuchs ich im Sportinternat auf und besuchte die Sportschule. Diese Instituition ermöglicht Schule und Sport optimal miteinander zu verbinden. Alles war an einem Fleck. Somit waren optimale Bedingungen geschaffen meine Karriere als Bahnsprinter zu starten.

Wie hat sich Sport und Freizeit in deiner Kindheit gestaltet? Blieb neben dem Sport und der Schule überhaupt noch Zeit für Freunde und Hobbys?
In der Sportschule hatte man teilweise die Möglichkeit zweimal am Tag zu trainieren. Man hatte sogenannte Profilzeiten seinem Training nachzukommen. Später ergab sich für mich die Möglichkeit zwei Schuljahre über drei Jahre zu dehnen. Dadurch hatte man weniger Schulunterricht die Woche und konnte sich noch mehr auf den Sport fokussieren. Einhergehend blieb auch Zeit sich zu erholen und mit seinen Freunden Zeit zu verbringen.

Als Schnellkraftsportler ist eine proteinhaltige Ernährung unabdingbar. Der Mineralhaushalt muss auch ausreichend gefüllt sein. Bei meinen Trainingsumfängen ist es wichtig genügend gesunde Energie nachzuschieben. Ich versuche tierische Produkte zu vermeiden. Joachim Eilers (Radfahrer)

Viele Radsportler fliegen zu Trainingscamps auf Mallorca etc. um dort die Straßen (und die schöne Landschaft) zu genießen. Wo radelst du am liebsten? Hast du eine Lieblingsstrecke?
Wir haben auch viele Jahre unser Trainingslager in Mallorca verbracht. Mittlerweilen liegt der Fokus mehr auf den spezifischen Bahneinheiten und dem Kraftanteil. Daher haben sich andere schöne Trainingslager ergeben, beispielsweise das in Kapstadt in Vorbereitung auf die WM. Um auf die Frage zurückzukommen, am liebsten fahre ich mittlerweile mit meinem Mountainbike quer durch die Wälder bei mir im Chemnitzer Umland. Weg von der Straße und Verkehr rein in den Wald und Natur.

Wie sieht dein Ernährungsplan aus?
Als Schnellkraftsportler ist eine proteinhaltige Ernährung unabdingbar. Der Mineralhaushalt muss auch ausreichend gefüllt sein. Bei meinen Trainingsumfängen ist es wichtig genügend gesunde Energie nachzuschieben. Ich versuche tierische Produkte zu vermeiden.

Gibt es Lebensmittel/Gerichte, auf die du v.a. während der Wettkampfvorbereitung verzichten musst?
In der Regel müssen wir als Sportler auf keine Lebensmittel oder Gerichte verzichten. Ich habe über die Jahre drastisch den Konsum von tierischen Produkten reduziert. Außerdem versuche ich Süßigkeiten und Weizenprodukte zu vermeiden. Allerdings kann ich auch nicht jeder Versuchung standhalten.

Gibt es große Unterschiede in deiner Ernährung zwischen Wettkampfsaison mit aktiver Vorbereitung und außerhalb der Saison?
Nach einem Wettkampfhöhepunkt lasse ich in der Regel die Sau raus. Sprich es kommt alles auf den Teller, worauf ich normalerweise verzichtet. Es darf dann auch gerne mal süß und deftig sein. Ansonsten bin ich schon sehr diszipliniert und achte sehr darauf, zum Wettkampfhöhepunkt ausreichend gute Kohlenhydrate aufzuladen.

Hast du dir konkrete Ziele für dieses Jahr/ die nächste Zeit gesetzt?
Dieses Jahr zur Europameisterschaft möchte ich wieder ganz oben stehen. 2020 will ich bei den Olympischen Spielen in Tokio auf Medaillienjagd gehen.

Wie genau sieht Dein Training aus?
Unser Training ist recht abwechslungsreich. Wir haben eine gute Palette an spezifischen Einheiten auf der Radrennbahn, bewegen regelmäßig Gewichte im Kraftraum und fahren Rennrad oder Montainbike. Als Schnellkraftsportler sind die Trainingseinheiten nicht allzu lang mit etwa 2,5 – 3 h, allerdings sind diese meist sehr intensiv.

Was machst du in deiner Freizeit? Bleibt dir hierfür viel Zeit?
Die Freizeit bleibt zum Glück nicht all zu kurz bei mir. Ich koche leidenschaftlich sehr gerne, unternehme viel mit Freunden, spiele Gemeinschaftsspiele und lese gerne.

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