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Soja - Aufklärung der wichtigsten Mythen und Vorurteile

Soja passt perfekt in eine ausgewogene, pflanzliche Ernährung, denn die wertvolle Bohne ist fett- und proteinreicher als andere Hülsenfrüchte und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Die Sojabohne stellt eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Zukunft dar, weil sie dazu beiträgt den Eiweißbedarf auf der Welt unter Berücksichtigung der ökologischen Grenzen unserer Erde zu decken. Die Sojabohne ist wesentlich ertragreicher als andere Hülsenfrüchte und so wird für ihren Anbau deutlich weniger Fläche benötigt. Trotzdem ist Soja in der Vergangenheit und auch noch heute stark in Kritik geraten.

 

Nummer 1: „Das Soja der Vegetarier und Veganer zerstört den Regenwald“

Fakt ist: 80-90 % der weltweiten Sojaernte wird als Kraftfutter in der Viehzucht eingesetzt1. Um diesen Bedarf zu decken, müssen jährlich mehrere hundert Millionen Tonnen Soja angebaut werden, wofür in den vergangenen Jahren massive Rodungen in Regenwaldgebieten stattgefunden haben. Pro Kopf werden in der EU jährlich etwa 60 kg Soja verbraucht – davon aber nur ein verschwindend geringer Teil für tatsächliche Sojaprodukte2. Denn nur etwa 6 % der gesamten Sojaernte fällt direkt auf Sojaprodukte wie Sojamilch, Tofu, Tempeh usw. zurück3. Das Bio Sojaprotein in einigen Protein Shakes von Raab Vitalfood wird zudem nicht aus Regionen des Regenwaldes bezogen.

 

Nummer 2: „Sojaprodukte sind gentechnisch verändert“

Laut EU-Verordnung müssen alle Lebensmittel, die für den direkten menschlichen Verzehr auf den Markt gebracht werden, deutlich gekennzeichnet werden, wenn sie gentechnisch veränderte Anteile enthalten4. Dies gilt jedoch nicht für tierische Lebensmittel wie Milch, Fleisch, Käse oder Eier, denn wenn die Futtermittel der jeweiligen Zuchttiere ganz oder teilweise gentechnisch verändert sind, muss dies nicht ausdrücklich auf der Verpackung angegeben werden. Insbesondere bei pflanzlichen Produkten gilt hier also das Prinzip der Transparenz für den Verbraucher. Vollständige Entwarnung kann man bei Bio-Produkten geben, denn hier darf keine Gentechnik zum Einsatz kommen. Diese Voraussetzung ist in den Bio-Richtlinien verankert. In den Raab Produkten wird ausschließlich biozertifiziertes Soja eingesetzt, welches regelmäßig in strengen Kontrollen auf Gentechnikfreiheit überprüft wird.

 

Nummer 3: „Soja hat Hormonwirkung“

Die vermeintlich hormonähnliche Wirkung des Sojas ist auf die enthaltenen Phytoöstrogene zurückzuführen. Phytoöstrogene gehören zur Gruppe der Polyphenole und ähneln strukturell dem weiblichen Sexualhormon Östrogen. Die Wirkung der Phytoöstrogene ist jedoch um das 1.000 - 10.000-fache geringer als die von Östrogen5. Wirft man einen Blick auf die Empfehlungen sämtlicher Ernährungsgesellschaften, wird man feststellen, dass keine einzige vom Konsum von Sojaprodukten abrät. Der Konsens auf Basis der derzeitigen Studienlage ist, dass Soja weder das Brustkrebsrisiko erhöht noch Auswirkungen auf den Testosteronspiegel und die Spermienqualität bei Männern hat6,7.

 

Rezepte mit unseren Protein Shakes

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Quellen:

1Koneswaran, G. & Nierenberg, D. (2008). Global Farm Animal Production and Global Warming: Impacting and Mitigating Climate Change. Envitron Health Perspect. 116(5), 57-582

 2Kroes, H. & Kuepper, B. (2015). Mapping the soy supply chain in Europe – A research paper prepared for WNF.

 3Küpper, B., Willem van Gelder, J. & Vrins, M. (2014). Dutch Soy Coalition – Soy baromater 2014.

4Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Gentechnik und Lebensmittel: Die wichtigsten Fakten Fragen und Antworten zum Einsatz von Gentechnik bei Lebensmitteln.

 5Kulling, S.E. & Watzl, B. (2003). Phytoöstrogene. Ernährungs-Umschau, 50(6), 234-239.

6Hilakivi-Clarke, L., Andrade, J.E. & Helferich, W. (2010). Is soy consumption good or bad for the breast? J Nutr, 140(12), 2326-2334.

 7Mitchell, J.H., Cawood, E., Kinniburgh, D., Provan, A., Collins, A.R. & Irvine, D.S. (2001). Effect of a phytoestrogen food supplement on reproductive health in normal males. Clin. Sci (Lond), 100(6), 613- 618.