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Eiweißlieferant Soja

Wer in den letzten Monaten und Jahren die Ernährungstrends verfolgt hat, ist sicher immer wieder auf das Thema Soja gestoßen. Vor allem wegen dem Wunsch nach immer mehr pflanzlichen Alternativen zu Tierprodukten erfreut sich die Sojabohne wachsender Beliebtheit. Deshalb wird  sie aktuell von allen Seiten beleuchtet und rege diskutiert. Es kursieren viele verschiedene Meinungen und Ansichten, weshalb es für den Verbraucher  schwierig ist, sich ein klares Bild zu machen.

Herkunft und Verwendung der Sojabohne

Diese weiß-grüne Hülsenfrucht wird überwiegend in Südamerika angebaut, aber auch immer mehr europäische Bauern nehmen sich der Sojabohne an. Der Großteil der Ernte wird für Sojaöl und Viehfutter verwendet, lediglich ein Bruchteil wird zu Lebensmitteln weiterverarbeitet. Mittlerweile gibt es bereits eine Vielzahl von verschiedenen Produkten, die hauptsächlich aus Soja bestehen. Tofu, Tempeh, Sojamilch, Sojajoghurt und Sojasauce sind nur ein paar davon. 

Brodelnde Gerüchteküche

Tatsache ist, dass durch den Anbau von Soja in Südamerika immer mehr Regenwald abgeholzt wird, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Umweltschützer sehen das als großes Problem an, kämpfen deshalb gegen den Anbau der Sojabohnen und stellen sie bewusst in ein schlechtes Licht. Wie bereits erwähnt, wird nur ein geringer Anteil der Sojaernte direkt für den menschlichen Verzehr  verwendet. Allerdings muss jeder selbst für sich entscheiden, ob die Anbaubedingungen in Südamerika mit dem Gewissen zu vereinbaren sind.

Ein weiterer großer Kritikpunkt sind die enthaltenen Isoflavone. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, deren Struktur sehr stark dem menschlichen Hormon Östrogen ähneln. Deshalb sind sie in isolierter Form in der Lage den Hormonhaushalt zu beeinflussen. Liegen aber keine Schilddrüsenerkrankungen vor und erfolgt der Konsum von Sojaprodukten in üblichen Verzehrsmengen, ist das völlig unbedenklich.

Allgemein werden die negativen Behauptungen nur sehr einseitig begründet und beziehen sich nicht selten auf die rohe Sojabohne, Sojaproteinisolate, texturiertes Soja oder überdosierte Sojaisoflavone. Auch die negativen Auswirkungen bei Soja-Vielessern oder Säuglingen, die ausschließlich mit Soja-Säuglingsnahrung ernährt werden, werden häufig zur Untermauerung der Negativ-Thesen hinzugezogen.

Fakten, die für Soja sprechen

Entgegen der genannten negativen Argumente gibt es viele gute Gründe Soja in die Ernährung zu integrieren.

Im Raum stehen positive Auswirkung auf Krebsrisiko, auf klassische Beschwerden in den Wechseljahren und Osteoporose. Allerdings sind diese Untersuchungen meist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. Es kann nur gezeigt werden, dass diese Krankheiten in Ländern mit hohem Sojakonsum wie z.B. Indonesien weniger oft auftreten. Welche Ursache dafür ausschlaggebend ist, ist schwierig nachzuweisen.

Feststeht, dass Soja völlig cholesterinfrei ist und zusätzlich einen hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweist. Somit ist es besonders für Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen und Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel als Fleischersatz geeignet. Neben dem günstigen Fettsäureprofil sticht Soja durch seinen hohen Gehalt an Eiweiß, nämlich 40 Gramm pro 100 g Soja, heraus. Es verfügt über alle essentiellen Aminosäuren und enthält Methionin und Cystein in einem ähnlichen Verhältnis wie Kuhmilchprodukte oder Fleisch. Egal ob fermentierte Produkte wie Tempeh oder die unfermentierte Varianten, Soja ist gut verdaulich, sehr gut verträglich und liefert wertvolle Stoffe, die eine ausgewogenen Ernährung unterstützen.

Worauf Sie allgemein achten sollten

Generell sollte darauf verzichtet werden, Säuglinge und Kleinkinder ausschließlich mit Sojaprodukten zu ernähren. Entgegen vieler Behauptungen werden die Sojaprodukte für den menschlichen Verzehr nicht aus Gensoja hergestellt. Wer die Abholzung der Regenwälder nicht fördern möchte, sollte auf Bio-Sojaprodukte zurückgreifen, die aus deutschen oder österreichischen Sojabohnen hergestellt werden. Allgemein sollten Sie vor allem naturbelassene Produkte wählen, wie zum Beispiel Tofu, Sojadrink,  Joghurt- und Frischkäsealternativen aus Soja etc.

Perfekte Basis für Proteinpulver

Die Sojabohne zeichnet sich durch einen hohen Protein- und Nährstoffgehalt aus. Der neutrale Geschmack der Sojabohne ermöglicht ein breites Einsatzgebiet in Lebensmittelindustrie und Küche. Durch Gewürze und Soßen kann der gewünschte Geschmack sehr leicht erzeugt werden.

Raab Vitalfood bietet neben den anderen pflanzlichen Proteinpulvern auch Sojaprotein an. Dies finden Sie in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen: Erdbeer-Vanille, Schoko-Karamell. Beide enthalten 82 % Sojaprotein und kommen vollkommen ohne Süßungsmittel und künstliche Zusatzstoffe aus. Wer lieber auf zusätzlichen Geschmack in seinem Proteinpulver verzichtet, hat mit dem Bio Protein 78 Pure ein Proteinpulver in Bio-Qualität.

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