Romy Kölzer

Romy Kölzer, geb. 22 August 1991 
Sportart: Tennis Lebensmotto:
„Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter.“ 
Erfolge
  • Molzberg Cup (2014), Hameln (2015), TVM Meisterschaften (2013, 2014, 2015, 2016), Rewe Cup (2016)
  • Luxembourg Open ($10,000) – Halbfinalistin im Einzel und Doppel
  • AK Ladies Open ($25,000), Leipzig Open ($25,000), Ismaning Open ($10.000), Stockholm Open ($10.000)  – Achtelfinalistin im Einzel
  • Santa Margherita Open ($10,000) – Halbfinalistin Doppel

Woher kommt die Leidenschaft fürs Tennis? Wie/warum hast Du angefangen? War der Anfang einfach?
Ich habe erst mit 10 Jahren die Leidenschaft fürs Tennis entdeckt. Manch einer sagt, daß ich relativ spät angefangen habe, jedoch habe ich bis heute die Liebe zum Sport beibehalten und freue mich jeden Tag auf den Platz zu gehen und diese kleine gelbe Filtzkugel übers Netz zu feuern. Ich bin damals durch meinen Papa an den Tennissport gelangt und natürlich ist kein Anfang leicht, aber wenn man hart arbeitet und diszipliniert ist, dann bekommt man alles hin.

Wie sieht Dein Training konkret aus? Hast Du ein spezielles Workout?
Derzeit trainiere ich bei der Alexander Flock Akademie in Köln. Neben den täglichen Tennis-Trainingseinheiten haben wir auch Konditions- und Krafttraining bei Mike Diehl.
Ich stehe jeden morgen so gegen 7:30 Uhr auf und mache mich dann mit einem großen Müsli, bestehend aus vielen Raab Vitalfood Produkten (Chiasamen, Gojibeeren, etc.), bereit für den Tag. Von 9-11 Uhr haben wir meistens unsere erste Einheit gefolgt von einer zweiten von 13-15 Uhr. Danach geht es dann in den Fitnessraum, um unseren Körper durch ausgewogenes Konditions- und Kafttraining für lange Matches zu stärken.

Wie motivierst Du Dich fürs Training in schwächeren Phasen bzw. wie überwindest Du den "inneren Schweinehund"?
Es geht immer weiter, egal wie tief man glaubt zu sein, das Leben geht immer weiter. Ich habe ein sehr sehr tolles Umfeld um mich, welche sich immer für mich einsetzen und mir gut zureden, daher brauche ich mich oft nicht selber aus einem Loch rausziehen, sondern bekomme von außen eine kleine Hilfestellung. Wenn ich jedoch auf Turnierreise bin, ist das ganze nicht so einfach und man muss versuchen sich selber zu finden und Vertrauen zu haben. Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber jeder schlechte Tag bringt auch etwas gutes mit sich. In Momenten von Schwäche lernt man tausend Mal mehr als in Erfolgsmomenten. Wenn ich mir das vor Augen halte, dann geht es immer irgendwie weiter!

Tennis-Matche können sich stundenlang hinziehen und zerren dementsprechend auch an den Nerven. Wie bereitest du dich mental auf diese Situationen vor? Hast du einen Tipp für unsere Leser wie man diese Spannung über so lange Zeit aufrechterhalten kann, vor allem wenn es mal nicht so gut läuft?
Es ist einfach Training. Man sollte vor langen Konzentrationsphasen keine Angst haben, sondern sich diesen einfach stellen. Je öfter man in einer bestimmten Situation ist, desto normaler wird es dieser mentalen Leistung stand zu halten.
Natürlich spielen auch die Ernährung und genügend Schlaf eine entscheidende Rolle. Raab Vitalfood produziert hochwertige Produkte, die leistungsfördernd auf den Körper wirken. Ich liebe es einfach!

Wie verändert sich dein Spiel wenn du mit Anna Klasen im Doppel spielst? Merkst du die zusätzliche Breite des Feldes? Wie kann man sich so ein Zusammenspiel vorstellen? Immerhin seid ihr im Einzel auch sehr erfolgreich. Gibt es Schwierigkeiten sich aufeinander einzustellen oder kennt ihr den anderen jeweils so gut, dass man genau weiß was der andere vor hat?
Doppel ist immer so eine Sache. Man kommt nicht mit jeden klar, und ich bin so froh Anna an meiner Seite zu haben, da ich ihr vertraue und weiß, daß sie alles geben wird, um zu gewinnen. Wir kennen uns noch nicht blind, da wir noch nicht so lange miteinander spielen, aber die Chemie stimmt einfach on und off court. Daher freue ich mich immer wieder, mit ihr auf den Platz zu gehen, damit wir uns in unserem Spiel noch sicherer werden und besser kennenlernen.
Die Größe des Feldes kann man natürlich im Doppel gut nutzen und durch Winkelspiel das Feld besser öffnen als im Einzel.

Wie sieht Dein Ernährungsplan aus? Hast Du unterschiedliche Ernährungsphasen?
Mein Ernährungsplan ist eigentlich relativ simpel. Seitdem ich mich vegan ernähre, fühle ich mich viel besser als vorher. Durch den Zusatz von Raab Vitalfood Produkten fehlt es mir an nichts und ich kann jeden Tag mit vollgeladenem Akku starten.
Morgens esse ich eigentlich immer Müsli mit frischen Früchten, mit Chia- und Flexsamen, Goji Beeren etc.. Mittags und abends ähnelt sich mein Ernärungsplan sehr. Immer sind frisches Gemüse, Linsen, Reis, Nudeln, Kartoffeln etc. mit dabei. Manchmal kombiniere ich dies mit Tofu oder Saitan. 
Ich liebe Curries und generell alle Arten von asiatischem Essen.

Mein Ernährungsplan ist eigentlich relativ simpel. Seitdem ich mich Vegan ernähre, fühle ich mich viel besser als vorher. Durch den Zusatz von Raab Vitalfood Produktenhilft fehlt es mir an nichts und ich kann jeden Tag mit vollgeladenem Akku starten.
Romy Kölzer (Tennisspielerin)

Wie und wo regenerierst du dich am besten? Nicht nur nach dem Training und Wettkampf, sondern auch nach einer langen Wettkampfsaison?
Zu Hause. Im Tennis ist man eigentlich 3 von 4 Wochen im Monat nicht zu Hause und dann ist es immer schön, wieder in seinem gewohnten Umfeld zu sein und seine Lieben um sich zu haben. Natürlich ist ein Spa mit Schwimmbad und Sauna auch eine super Regeneration für den Körper, aber die Seele ist das wichtigste und da mir Familie und Freunde sehr wichtig sind, bin ich einfach immer wieder froh, nach Hause zu kommen.

Welche sind die wichtigsten Foods für Dich?
Chia-Samen, Goji Berries, Mandel Protein.

Was hat sich in Deinem Leben durch den Sport geändert?
Ich mache schon immer Sport, seitdem ich denken kann und ich kann mir ein Leben ohne Bewegung nicht vorstellen. Früher habe ich Handball gespielt und konnte dadurch sehr viel über Teamgeist, Zusammenhalt und das generelle Miteinander lernen. Durchs Tennis habe ich mir Disziplin, Ehrgeiz und eine positive Arbeitseinstellung angeeignet. Natürlich charakterisieren mich noch viele andere Eigenschaften, die ich mir durch den Sport erarbeitet habe jedoch finde ich dass die oben genannten Stärken meiner Persönlichkeit mit am wichtigsten für mich und meine Entwicklung waren.
Momentan bestimmt Tennis meinen ganzen Tagesablauf. Als ich klein war, bin ich zur Schule gegangen und Tennis und Handball waren ein guter Ausgleich für meine geistige Aktivität. Als ich dann aufs Gymnasium gegangen bin, wurde Tennis immer intensiver und ich habe mich dazu entschlossen der gelben Filzkugel meine gesamte Aufmerksamkeit zu schenken. Durchs Tennis bin ich dann nach Amerika gekommen, da ich Studium und Sport miteinander kombinieren wollte. Hätte ich in meiner Kindheit kein Tennis erlernt, dann hätte ich niemals die wundervollen Erfahrungen an der Clemson University in Amerika sammeln können. Die ganzen Freundschaften, Eindrücke und die Unabhängigkeit, die ich während meiner Zeit in den USA erfahren durfte, kann mir keiner mehr nehmen; ohne Tennis hätte ich dies nie erlebt. Vor ca. einem halben Jahr habe ich mich nun dazu entschlossen, dem Sport mein komplettes Leben zu widmen. Tennis hat mir in den letzten Jahren so viel gegeben, und ich bin gespannt was mich noch alles in der Zukunft erwartet.

Du scheinst sehr diszipliniert zu sein, denn neben deinem gesunden Ernährungsstil und deinem enormen Sportpensum hast Du einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften und den Master in Sport-Management gemacht. Wie bringst du all das unter einen Hut? Gab es auch schon mal Phasen in deiner Karriere, in denen du Schwäche gezeigt hast und alles nicht so wie geplant lief?
Ich muss zugeben, teilweise war es sehr nervenaufreibend und anstrengend, alles unter einen Hut zu bringen, aber durch meinen Ehrgeiz, in allen Bereichen meines Lebens erfolgreich zu sein, habe ich immer einen Weg gefunden, alles mit einander zu kombinieren. Time-Management war der Schüssel zu meinem Erfolg. Als ich gelernt habe wie ich meine Zeit am besten einteile und als ich herausgefunden habe, wie ich meine Prioritäten setze, hat das mein Leben um einiges erleichtert. Jeder muss für sich entscheiden, was die wichtigen Aufgaben an diesem Tag sind und welche vielleicht auf morgen verschoben werden können, da für manche Sachen vielleicht noch keine „Deadline“ ansteht. Ansonsten muss ich zugeben, daß mein soziales Leben etwas gelitten hat in meiner Studienzeit, da ich all meine Energie in Schule und Tennis investiert habe. Aber wie gesagt, jeder muss sich Prioritäten setzen und damit glücklich sein. Solange man glücklich ist, wird alles seinen Weg gehen.
Natürlich gab es auch Phasen, in denen ich am liebsten alles aufgegeben hätte, weil Dinge einfach anders gelaufen sind als ich sie mir erhofft und vorgestellt hatte, aber sind wir mal ehrlich, in unserem Leben geschehen immer Sachen, die nicht wie geplant ablaufen. Keiner hat ein perfektes Leben und die Kunst des Lebens ist, wie man mit Niederschlägen umgeht. Ich persönlich versuche immer, die positiven Seiten an Rückschlägen zu sehen. Aus jeder Lebenssituation kann man etwas lernen und mitnehmen. Klar kann man Schwäche zeigen, ich habe auch schon oft geweint, wenn irgendetwas nicht lief wie erwartet. Aber die Kunst ist dann, wieder aufzustehen und mit voller Energie und Lebensfreude in den nächsten Tag zu starten. Manchmal muss man sich einfach sagen: „Schlaf mal eine Nacht drüber“ und am nächsten Tag sieht die Welt schon ganz anders aus und die Sonne scheint wieder.

Wie hat dich die Zeit in den USA geprägt? Viele europäische Spieler gehen dorthin um ihre Leistungsportkarriere voran zu treiben, warum sind die Bedingungen dort so viel besser als an den heimischen Trainingszentren? Ist es in den USA einfacher gewesen einen veganen, nachhaltigen und biologischen Lebensstil zu pflegen?
Meine Zeit in den USA hat mich sehr geprägt. Durch die neuen Einflüsse verschiedener Kulturen und durch all die Freundschaften, die ich gemacht habe, habe ich mich persönlich sehr weiterentwickelt. Man fängt an, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Vielen Sachen die vorher normal waren, sind es auf einmal nicht mehr und man sieht verschiedene Dinge und Situationen aus einem anderen Blickwinkel.
Ich muss zugeben, daß ich während meiner Studienzeit noch nicht vegan gelebt habe, aber die USA hat sehr viele Produkte für Veganer in den Regalen stehen. Ich war neulich noch einmal für eine Turnierreise in den USA und war begeistert, wie viele gesunde Supermärkte es gibt und wie viele Angebote man dort hat. In fast jedem Restaurant kann man veganes Essen bestellen, und die Auswahl dort wird auch immer größer. Das ist sehr erfreulich und zeigt die Weiterentwicklung unserer Welt.
Es gehen sehr viele Sportler in die USA, um dort ein Sportstipendium zu erhalten. Man kann sich in Amerika auf seine akademische und sportliche Weiterentwicklung konzentrieren, und muss sich nicht wie in Europa für einen Lebensweg entscheiden. Die Sporteinrichtungen in den USA sind unglaublich gut. Die größeren Unis haben gute Budgets und können sich daher eine gute Ausstattung der Trainingseinrichtungen leisten.

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