Michelle Maier

Michelle Maier
Michelle Maier, geb. 31.05.1991 Sportart: Berg- und Trailläuferin Lebensmotto:
„Alles im Leben hat einen positiven Sinn, dem man vertrauen soll, auch wenn man es manchmal nicht versteht.“ 
Michelle Maier
Erfolge
  • 1. Platz Deutsche Berglaufmeisterschaft Tegelberg (mit Streckenrekord) - Deutsche Meisterin
  • 1. Platz Sierre-Zinal in 2:58:40h
  • 2. Platz Jungfrau Marathon Interlaken in 3:30:22h
  • 3. Platz Hochfellnberglauf (WMRA Grand Prix)
  • 1. Platz Kaisermarathon Söll in 3:41:56h
  • 1. Platz Silvrettarun 3000 Ischgl
  • 1. Platz Zugspitz Basetrail XL 2016

Woher kommt die Leidenschaft fürs Laufen? Wie bist du zum Berglauf gekommen, hast du ganz klassisch mit geraden Strecken angefangen und bist dann gewechselt oder hast du dich gleich auf die Berge gestürzt?
Als Kind war ich total unsportlich! Mit etwa 14 Jahren entdeckte ich die Leidenschaft für die Berge, angefangen mit Gleitschirmfliegen, bis hin zum Klettern, Mountainbiken und Wandern. Zu diesem Zeitpunkt fing ich an, zu Hause auf den flachen Strecken zu laufen. Mit 17 Jahren nahm ich spaßeshalber an einem Halbmarathon in unserer Region teil und wurde daraufhin von dem veranstaltenden Verein angeschrieben, ob ich nicht mal Lust hätte, mit ihnen zu trainieren. Da kam ich dann auch in Kontakt mit einigen Bergläufern. Das probierte ich aus und bin seitdem Feuer und Flamme!

Was macht Deiner Meinung nach das Berglaufen so besonders, vor allem im Vergleich zu anderen Laufsportarten?
Berglaufen ist für mich mehr als nur Sport und Leistung. Es stellt für mich die perfekte Mischung aus An- und Entspannung dar. Hier kann ich mich einerseits in der Natur vom Alltag erholen, aber andererseits auch herausfordern. Am Ende eines jeden Trainings bin ich immer glücklich und befreit. Außerdem ist dieser Sport im Gegensatz zu anderen Disziplinen sehr abwechslungsreich. Kein Berg, keine Strecke gleicht der anderen, man kann keine richtigen Vergleiche aufstellen und die Umweltgegebenheiten spielen eine große Rolle.  Die enge Verbindung zur Natur und die Abwechslung machen für mich den großen Reiz beim Berglaufen aus.

Was empfiehlst Du Einsteigern?
Einsteiger sollten nicht gleich mit steilen und technischen Strecken anfangen, sondern zunächst geringere Steigungen und einfache Wanderwege wählen. Am Anfang gilt die Devise: Mit kleinen Schritten zum Ziel! Und auch mal gehen stellt keine Schande dar - der Körper passt sich nach und nach der Belastung an.

Wie sieht Dein Training aus? Gehst du kurz vor den Wettkämpfen nur noch in den Schnelligkeitsbereich oder brauchst du für den Kopf nochmal einen langen Lauf?
Mein Training sieht immer anders aus. Ich habe keinen Trainingsplan und laufe nach Lust, Laune und Wetter. Ja nachdem, wie ich mich fühle, sehen die Tage vor Wettkämpfen immer unterschiedlich aus. Da höre ich sehr auf meinen Körper.

Hast Du ein spezielles Workout? Bei wenig Zeit – welches Workout zum Nachmachen kannst Du empfehlen?
Workout: Etwa 5-10 Übungen wählen ( z.B. Sit-ups, Bankstütz, Liegestütz, Seitstütz...) und dabei ca. alle 20 Sekunden die Übung wechseln (ohne Pause!). Da reichen dann 10 - 20 Minuten und man hat den Kreislauf ordentlich in Schwung gebracht!

Welcher Wettkampf und warum ist dir am stärksten in Erinnerung geblieben?
Alle Wettkämpfe waren einzigartig schön, sodass es schwer fällt, einen herauszufiltern.  Emotional sehr berührt hat mich der Sieg bei der Sierre-Zinal (31 km, +2200 hm, -900 hm) - der „Tour de France" im Berglauf. Dort konnte ich völlig überraschend und mit einem großen Vorsprung vor vielen internationalen Eliteathletinnen  gewinnen. Die Strecke, die Zuschauer, und die Organisation - das war alles einfach nur gigantisch. Da ich nicht in der Favoritenrolle war und aus reinem Spaß mitgelaufen bin, war es umso beeindruckender und ich habe es bis heute noch nicht richtig realisiert.

Wie motivierst Du Dich fürs Training in schwächeren Phasen bzw. wie überwindest Du den "inneren Schweinehund"?
Da höre ich genau auf meinen Körper. Wenn ich mich überhaupt nicht in der Lage fühle, zu trainieren, dann trainiere ich nicht. Ein richtiges „Motivationsloch“ kenne ich beim Berglaufen kaum - ich freue mich immer wieder drauf. Da mein Training sehr abwechslungsreich mit viel Alternativtraining ist, funktioniert das super.

Wie sieht Dein Ernährungsplan aus? Hast Du unterschiedliche Ernährungsphasen? Hältst Du Dein Gewicht kontinuierlich oder reduzierst Du es in der Wettkampfphase?Einen Ernährungsplan habe ich nicht und auch mit der Ernährung in/ außerhalb Wettkampfphasen habe ich mich noch nie richtig auseinandergesetzt. Ich esse immer das, auf was ich Lust habe und schränke mich nicht ein. Ich denke, man soll da auf den Körper hören und das essen, wonach er verlangt. Jedoch ernähre ich mich zum Großteil von naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln - zum Glück schmecken mir diese auch am besten! Da stellen die Produkte von Raab für mich die ideale Ergänzung dar. Seitdem ich mich großteils pflanzlich ernähre, ist meine Leistung und auch die Regenerationsfähigkeit stark angestiegen.

Denkst Du, dass Du als Bergläuferin eine andere Ernährung brauchst im Vergleich zum normalen Läufer?
Ich finde, das kann man pauschal so nicht sagen. Das hängt vor allem auch mit der Streckenlänge zusammen: Ein 3000 Meter Läufer wird wohl anders essen als ein Bergmarathonläufer, der einige Stunden im Wettkampf unterwegs ist.

Welche sind die wichtigsten Foods für Dich als Bergstreckenläuferin?
Ich esse das, was mein Körper verlangt, das sind meistens sehr viele Kohlenydrate: Müsli in allen Variationen, v.a. Porridge, Nudeln, Hirse, Mais,  Obst, Trockenfrüchte, aber auch Nüsse, Schokolade und Kekse gehören dazu. In Kombination mit den Superfoods von Raab, die ich wirklich in alle Mahlzeiten - sowohl herzhafte als auch süß - integrieren kann, ist mein Körper für Höchstleistungen in den Bergen gewappnet!

Ich esse immer das, auf was ich Lust habe und schränke mich nicht ein. Ich denke, man soll da auf den Körper hören und das essen, was er verlangt. Jedoch ernähre ich mich zum Großteil von naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln - zum Glück schmecken mir diese auch am besten! Da stellen die Produkte von Raab für mich die ideale Ergänzung dar. Seitdem ich mich großteils pflanzlich ernähre, ist meine Leistung und auch die Regenerationsfähigkeit stark angestiegen.
Michelle Maier (Berg- und Trailläuferin)

Was hat sich in Deinem Leben durch den Sport geändert?
Der Sport nimmt fast die gesamte Freizeit ein. Treffen mit Freunden sind so seltener geworden.

Da du jetzt weltweit reisen wirst, wie stellst du deine Ernährung und dein Training darauf ein? Gerade Jetlag oder schwere Beine vom langen Sitzen wird wohl öfter ein Thema sein oder? Hast du Tipps für unsere Leser, wie du das vermeidest?
Bisher konnten wir uns auf den Reisen immer selbst kaufen und kochen, was wir wollten. Da ist Selbstversorgung angesagt. So kann ich immer entscheiden, was bei mir auf den Teller kommt. Aber ich bin da auch nicht so wählerisch. Ich finde, man soll das essen, was einem schmeckt, auch wenn es mal nicht so gesund ist. Wenn der Großteil der Ernährung stimmt, dann macht es nichts aus, auch mal „schlechte“ Sachen zu essen. Man soll sich da nicht selbst immer so einschränken und das Leben und alles was dazu gehört (Ernährung, Training...) locker sehen! Meiner Meinung nach ist jede extreme Haltung nicht gut.  Ich bin gespannt, was mich dieses Jahr erwartet und wie ich den Jetlag so vertrage, es fängt ja erst richtig an. Kompressionsstrümpfe bei langen Flügen führen zum Beispiel zu frischeren Beinen! Oder auch mal das ein oder andere Superfood über die langweiligen Mahlzeiten in den Fliegern streuen.

Was hälst du von Carboloading vor dem Wettkampf – für dich ein Thema?
Ich halte sehr viel von der „Macht der Kohlenhydrate“. Je mehr, desto besser, desto mehr Energie habe ich. Ich bin ein großer Fan vom Carboloading.

Du scheinst sehr diszipliniert zu sein, denn neben Deinem gesunden Ernährungsstil und Deinem enormen Sportpensum studierst du auch noch. Ein kleiner Rat für uns: Wie bringst du all das unter einen Hut? Gab es auch schon mal Phasen in deiner Karriere in denen du Schwäche gezeigt hast und alles nicht so wie geplant lief?
Das Studium der Ökologie ist, neben dem Laufen, meine zweite große Leidenschaft. Da ist es meist so, dass Blockveranstaltungen, also ein- bis mehrwöchige Ganztagskurse, auch oft in anderen Gebieten (in denen die Forschungsstationen oder eben die Exkursionen sind) stattfinden. Dagegen habe ich dann auch wieder einige Wochen, die ich ausschließlich zuhause verbringe und nicht in die Uni muss. Das erfordert natürlich Flexibilität, aber genau das ist der Knackpunkt: Ich mache trainingsmäßig das, was zum jeweiligen Zeitpunkt bezüglich der Uni passt und habe da auch keinen Plan. Wichtig ist mir immer die Lockerheit und der Spaß dabei! Wenn ich beginne, mich unter Druck zu setzen, etwas erfüllen zu müssen, macht es mir keinen Spaß mehr und auch meine Leistung stagniert damit.  Natürlich gab es in meiner Karriere leider schon sehr oft verletzungsbedingte Pausen, die man dann so hinnehmen muss. Dann ist man wohl zu sehr über das Limit des Körpers gegangen, dieser holt sich damit die benötigte Regeneration. Diese Phasen zu akzeptieren, ist anfangs schwer, aber ich sag mir dann immer, dass der Körper damit die Kraft holt, um noch stärker zurückzukommen!

Wie und wo regenerierst du dich am besten? Nicht nur nach dem Training und Wettkampf, sondern auch nach einer langen Wettkampfsaison?
Am besten regeneriere ich in der Natur. Einfach ohne Gedanken über Zeit und Leistung dahinschlendern, stehen bleiben und die Kraft der Natur aufnehmen, vor allem der Wald gibt mir viel Kraft. Nebenbei backe ich leidenschaftlich gerne, am liebsten mit gesunden Sachen und immer neue Eigenkreationen. Da kann ich meiner Phantasie freien Lauf lassen und kein Kuchen wird wie der andere. Und ich freue mich immer, wenn ich was total leckeres gebacken habe, was meinem Körper auch noch gut tut!

Wann beginnst du mit der Aufbauphase damit du zu den Saisonhöhepunkten fit bist?
Mit der Aufbauphase beginne ich, wenn ich nicht mehr verletzt bin. Aktuell habe ich leider eine ziemlich langwierige Sehnen-/Muskelreizung. Aber ich bin guter Dinge.

Michelle Maier

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