Kenneth Warmuth

Kenneth Warmuth, geb. 09.07.1996 Sportart: Triathlon und Obstacle Course Racing Lebensmotto:
„Schau immer nach vorn und niemals zurück! Es sei denn, es sind schöne Dinge. “
Erfolge
  • Sieger Leipziger Triathlon (Sprint-Distanz) 2016
  • Sieger Cross de Luxe (16 km) 2016
  • 19. Platz Elite-Heat Spartan Race Beast Oberndorf 2016

Mit acht Jahren zum Triathlon zu kommen, ist ziemlich früh oder? Was hat Dich an diesem Sport so gereizt, dass Du nicht mit Gleichaltrigen einfach zum Fußball gegangen bist?
Triathlon ist durch seine drei Sportarten sehr abwechslungsreich und deshalb für mich besonders und immer eine Herausforderung.
Wie jeder kleine Junge wollte ich zunächst Fußball spielen, doch auch die Leichtathletik gefiel mir. Durch eine Empfehlung machte ich ein Probetraining beim Triathlonverein in meiner Heimat Erfurt. Mir gefiel der Sport und ich blieb dabei. Im gleichen Zuge habe ich dann schwimmen gelernt, um auch beim Schwimmtraining mitmachen zu können und so kam eines zum anderen.

Wie schaffst Du den Spagat zwischen dem Traditionssport Triathlon und den Funsport-Wettkämpfen wie Spartanrace und Toughmudder?
Nimmst Du alle Wettkämpfe gleich ernst, oder sind die "Schlammläufe" für Dich einfach eine spannende Abwechslung zwischendurch
?

Für mich ist Obstacle Course Racing von gleicher Bedeutung wie der Triathlonsport. Für eine Großzahl an Hobbysportlern sind diese Rennen oft Spaßveranstaltungen und das kann ich total nachvollziehen. Ich bin immer mit Spaß am Start. Sowohl beim Triathlon als auch beim OCR. Es gibt die OCR Welt- und Europameisterschaft, Spartanrace Welt- und Europameisterschaft sowie seit dem letzten Jahr eine eigene Liga in Deutschland. Ich finde, das sind mehr als nur „Schlammläufe“.
Meist liegen die von mir ausgesuchten Obstacle Course Races vor oder nach der Triathlonsaison und ich kann sie somit gut in meine Trainingsphase einbauen.

Wie sieht Dein Trainingsplan gekoppelt mit Deinem Ernährungsplan aus? Kannst Du eine typische Woche vorstellen?
Training und Ernährung müssen gut abgestimmt sein. Die ein oder andere Unverträglichkeit im Winter kann mir mal eine Trainingseinheit „zerstören“. Wichtig für mich ist, dass ich mich ausgewogen ernähre und so oft wie möglich selber koche.
Eine typische Woche besteht bei mir aus sechs Trainingstagen und einem Ruhetag. In die Uni geht es für mich fünf Tage die Woche, sodass ich mit Haus- und Zusatzarbeiten auf durchschnittlich 24 Stunden für mein Medientechnik-Studium komme. Neben Sport und Uni arbeite ich seit Februar für NewBalance und übernehme im neuen Semester die Chefredaktion des uni-eigenen Hochschulfernsehsenders.

Gibt es auch bei Dir einen Saisonhöhepunkt, auf den du Dich spezifisch vorbereitest und darauf hintrainierst? Wie sehen Deine Trainingsphasen über das Jahr verteilt aus?
Bei mir gibt es verschiedene Saisonhöhepunkte. Das sind in diesem Jahr das SpartanRace Super in Berlin, bei dem ich mich für die European Championships 2018 qualifizieren möchte. Des Weiteren sind die Wettkämpfe der Triathlon-Regionalliga Ost meine Saisonhöhepunkte sowie der ein oder andere Einzelwettkampf. Meine Trainingsphasen sind an diesen Saisonhöhepunkten ausgerichtet.

Es ist wichtig, dass der Körper ausgeglichen ist und Muskeln, die kaum beansprucht sind, geschult werden. Dazu gehört auch das Zusammenspiel von verschiedenen Muskelgruppen. Stabilisationstraining oder auch Slingtraining hilft mir genau dabei. Einmal die Woche gehe ich zum Slingtraining. Durch dieses Training versuche ich Verletzungen vorzubeugen und meine Dysbalancen auszugleichen.
Kenneth Warmuth

Abgesehen von Deinen Standardtrainingseinheiten, wie Laufen - gibt es auch andere Workouts, die Du auch mal nur zum Spaß einschiebst, einfach um für mehr Abwechslung zu sorgen?
Kannst Du ein schnelles Workout für Jedermann empfehlen? Auf Deinem Instagram-Account sieht man Dich häufig bei Gleichgewichts- und Stabilisationsübungen. Warum sind Die für einen Ausdauersportler so wichtig? Was sind dabei Deine Lieblingsübungen und wie oft baust Du sie in Dein wöchentliches Training mit ein?
 
Ja genau. Trotz der drei Sportarten beim Triathlon bin ich offen für andere Sportarten und möchte diese auch erleben. Bouldern ist beispielsweise ein gutes Ganzkörpertraining, nach dem ich immer Muskelkater habe. Die körperliche Grundfitness und Grundkraft wird damit gut trainiert.
Es ist wichtig, dass der Körper ausgeglichen ist und Muskeln, die kaum beansprucht sind, geschult werden. Dazu gehört auch das Zusammenspiel von verschiedenen Muskelgruppen. Stabilisationstraining oder auch Slingtraining hilft mir genau dabei. Einmal die Woche gehe ich zum Slingtraining. Durch dieses Training versuche ich Verletzungen vorzubeugen und meine Dysbalancen auszugleichen.

Deine Läufe kann man als ziemlich hart und kräftezehrend beschreiben. Wie überwindest du Deinen "inneren Schweinehund", wenn es mit der Motivation mal schwer wird?
Meinen „inneren Schweinehund“ überwinde ich, indem ich mir mein Ziel vor Augen führe. Einmal ist es besonders hart geworden. Am Skihang in Oberndorf dachte ich mir: „Verdammt, warum mache ich das gerade?“. Ich führte mir mein Ziel vor Augen und dann ging es weiter.

Hast Du einen speziellen Tipp für unsere Leser?
Denkt daran, warum ihr das macht und denkt an das Gefühl, das ihr habt, wenn ihr über die Ziellinie rennt.

Woher nimmst Du Deine Kraftreserven? Wie kannst Du die letzten Prozente aus Dir herausholen?
Meine Kraftreserven hole ich mir aus der optimalen Vorbereitung vor dem Wettkampf. Hierbei spielen sowohl das was ich am Tag davor mache als auch die Ernährung eine Rolle.

Spielt Deine Ernährung hierbei eine wichtige Rolle und wie bindest du sie unter diesem Aspekt in Deine Vorbereitung mit ein?
Etwa eine Wochen vor dem Wettkampf ernähre ich mich kohlenhydratarm. Zwei Tage vor dem Wettkampf fülle ich meine Speicher wieder auf. Dem Körper steht dadurch am Wettkampftag zusätzliche Energie zur Verfügung. Dieses Prinzip heißt Glykogen-Superkompensation.

Wie sieht Deine Regeneration aus, sowohl nach dem Training und Wettkampf als auch nach einer langen Saison?
Zur Regeneration nach dem Training trinke ich ab und zu ein proteinhaltiges Getränk, um meine Speicher wieder schnell aufzufüllen und um Körper und Muskeln bei der Regeneration zu unterstützen. Aber auch Faszienrollen helfen mir schnell. Nach dem Wettkampf gilt das Gleiche. In den Tagen danach hilft mir auch eine regenerative Trainingseinheit. Nach der Saison mache ich drei Wochen Pause, auch wenn es mir schwerfällt. Dennoch braucht der Körper diese Ruhe.

Welche sind die wichtigsten Produkte für Dich?
Zum Frühstück gibt mir Bircher-Müsli mit Gojibeeren und Chiasamen sowie eine Tasse Kaffee, alles was ich für einen guten Start in den Tag brauche.

Was hat sich in Deinem Leben durch den Sport geändert?
Sport ist für mich der perfekte Ausgleich zur Uni. Das Training bringt mich runter, lässt mich Dinge vergessen und wirkt beflügelnd. Sport gibt mir Energie und Kraft.

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