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Xylit – die süße Zuckeralternative

Xylit

Das allgemeine Gesundheitsbewusstsein stieg in den letzten Jahren sehr an und weißer Zucker geriet immer mehr in Verruf. Weißer Raffinade-Zucker besteht hauptsächlich aus Saccharose, einem Disaccharid aus Glucose und Fructose und gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate. Glucose kann bei ungenügender Zahnpflege zur Bildung von Zahnkaries führen, da die Bakterien im Mund den Zucker verstoffwechseln und dadurch Säuren gebildet werden, die den Zahnschmelz entmineralisieren und so porös werden lassen. Mikroorganismen können dann in den Zahn eindringen und diesen von innen heraus zerstören.
Saccharose sollte laut Weltgesundheitsorganisation maximal 10 % der täglichen Kalorien ausmachen. Bei 2000 Kalorien pro Tag entspricht dies 50 g Zucker.

Zuckeralternative Xylit und dessen Vorteile

Eine wunderbare Alternative zur Saccharose ist der Zuckeraustauschstoff Xylit, der viele Vorteile vereint.

1. Bei gleicher Süßkraft lässt Xylit den Blutzuckerspiegel weniger ansteigen und kann in vielen Anwendungen und Rezepten (mit Ausnahme von Hefeteig) den Zucker 1 zu 1 ersetzen.

2. Xylit enthält 40 % weniger Kalorien als Zucker und kann so auch helfen die ein oder andere zusätzliche Kalorie einzusparen.

3. Die größte Besonderheit an Xylit ist seine kariostatische und antikariogene Wirkung. Zum Beispiel eignet sich Kaugummi, der nur mit Xylit gesüßt ist, sehr gut zur Zahnpflege. Auch Zahnpasta und Mundwasser mit Xylit haben sich etabliert, da Xylit erwiesenermaßen zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beiträgt.

4. Der kühlende Effekt, den Xylit beim Schmelzen im Mund hat, eignet sich wunderbar für eine Kombination mit Minze und sorgt für ein erfrischendes Gefühl.

Xylitol

Ursprung und zur Herstellung von Xylit

Xylit wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom späteren Nobelpreisträger Emil Fischer entdeckt.

Xylit ist ein Zuckeralkohol, der aus Pflanzen gewonnen wird und natürlicherweise im menschlichen Organismus beim Abbau von Kohlenhydraten vorkommt.

Als erstes wurde Xylit aus Birkenholz-Xylanen (Holzgummi) gewonnen, daher wird oft auch der historisch entstandene Name „Birkenzucker“ verwendet, obwohl es sich strenggenommen nicht um einen Zucker handelt. Xylane können ebenso aus anderen Harthölzern oder landwirtschaftlichen Reststoffen wie Maisspindeln hergestellt werden. Das Ausgangsmaterial ist im Xylit nicht mehr enthalten, daher ist die Rohstoffquelle für das Endprodukt unwesentlich. Gentechnikfreier Mais ist eine umweltfreundlichere Quelle für Xylit, da keine Harthölzer abgeholzt werden müssen.

Die Herstellung von Xylit ist im Vergleich zu Zucker mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Daher ist Xylit hochpreisiger.